FDM Fasziendistorsionsmodell

Als Ursache von Schmerzen und Funktionsstörungen werden im Fasziendistorsionsmodell nach Typaldos (FDM) Verformungen (Distorsionen) des Bindegewebes (Faszien) gesehen. Ziel der Behandlung ist, die Faszienverformungen durch gezielte Handgriffe des Therapeuten zu korrigieren. Die Behandlung wirkt unmittelbar und effektiv.

Faszien sind Teil des Bindegewebes und bilden das Grundgerüst des Körpers. Es gibt drei Schichten von Faszien: oberflächliche, tiefe und viszerale. Die Oberflächlichen befinden sich im Unterhautgewebe, bestehen aus lockerem Binde- und Fettgewebe und fungieren als Wasser- und Fettspeicher sowie als Durchgang für Lymphe, Nerven und Blutgefäße. Tiefe Faszien sind stark faserreiche Bindegewebsschichten und –stränge, die sowohl Muskeln wie auch Knochen, Blutgefäße und Nervenbahnen durchdringen bzw. umschließen. Sie bilden ein Netzwerk, das den gesamten Körper durchzieht und zu dem auch Sehnenplatten, Bänder, Sehnen oder Gelenkkapseln gehören.

Mit Distorsionen bezeichnet man Verdrehungen, Verformungen oder Verrenkungen von Bindegewebe.

Ziel der Therapie nach dem FDM ist die anatomische Korrektur der Faszien. Wird eine Formveränderung korrigiert, ist für den Patienten normalerweise eine sofortige Verbesserung der Beweglichkeit, der Belastbarkeit bzw. eine Schmerzreduktion spürbar.

Mit dieser Therapieform werden sowohl akute (z.B. Verletzungsfolgen) als auch chronische Beschwerden gezielt behandelt. Auch im Spitzensport wird sie eingesetzt.